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1945 - 1989
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Die Christlich Demokratische Union (CDU) war bei ihrer Gründung aufgrund ihrer überkonfessionellen Ausrichtung 1945 eine neuartige Partei. Sie vereinte christlich orientierte Deutsche aus allen Gesellschaftsgruppen und war im Unterschied zur früheren Zentrumspartei auch für protestantische Schichten offen. Eine lebendige Volkspartei. Alle regionalen Gruppierungen einigten sich auf der Reichstagung vom 14. - 16. Dezember 1945 in Bad Godesberg auf den gemeinsamen Namen CDU. Eine Sonderrolle nahm die bayerische Christlich Soziale Union (CSU) ein, die ihren Namen wie auch ihre Selbstständigkeit beibehält.
 
Nach der Bundestagswahl 1949, bei der die CDU/CSU stärkste Fraktion wird, schließen sich die Landesverbände der CDU in Goslar zur Bundespartei zusammen.

Von 1949 bis 1969 regiert die CDU mit wechselnden Koalitionspartnern. Kanzler und Bundesvorsitzender ist bis zu seinem Rücktritt 1963 Konrad Adenauer. Sein Kanzlernachfolger wird Ludwig Erhard.1966 übernimmt Kurt Georg Kiesinger dieses Amt. Nach den Wahlerfolgen der 50er Jahre verliert die Partei bei der Bundestagswahl 1961 die absolute Mehrheit. Ursachen sind u. a. die von vielen Wählern als zögerlich empfundene Reaktion Adenauers auf den Mauerbau und das Godesberger Programm, mit dem sich die SPD breiteren Wählerschichten öffnete. Mit den Wahlen 1969 und dem Wechsel des langjährigen Koalitionspartners FDP zur SPD ging die CDU erstmals seit Gründung der Bundesrepublik in die Opposition. Erst 1976 wird die Union wieder stärkste Fraktion im Bundestag. Aufgrund der Koalition von SPD und FDP bleibt ihr jedoch nur wieder die Oppositionsstellung. Erst bei der Bundestagswahl 1983 gelingt der Union gemeinsam mit der FDP die Rückkehr an die Regierung.
 
Kanzler Kohl erzielte mit seiner "Koalition der Mitte" (1983-1998) eine wirtschaftspolitische Wende, in deren Zentrum Erleichterungen für Unternehmer und ein konsequenter Sparkurs im sozialen Bereich stehen (Gesundheits- und Rentenreform). Ausgenommen von den Kürzungen bleiben Familien: Die CDU führt 1985 Erziehungsgeld und Erziehungsurlaub sowie die Anrechnung von Erziehungszeiten auf die Renten ein. Die Bilanz der ersten Regierungsjahre zeigt Wirtschaftswachstum, Preisstabilität und Rekordüberschüsse im Außenhandel. Allerdings gelingt es der Regierung nicht, die Arbeitslosigkeit dauerhaft zu senken.
 
Helmut Kohl geht als Kanzler der Einheit in die deutsche Geschichte ein. Bei der ersten gesamtdeutschen Wahl kann die wiedervereinigte CDU einen deutlichen Wahlsieg verzeichnen. Unmittelbar nach dem Fall der Mauer entwirft Kohl mit dem 10-Punkte-Programm einen Stufenplan zur deutschen Einheit. Durch Verhandlungen mit den Alliierten und den Nachbarstaaten Deutschlands gelingt es ihm, internationale Zustimmung für die deutsche Einheit zu erhalten. Die Grundsatzentscheidungen im Zusammenhang der Wiedervereinigung stehen in weltanschaulicher und historischer Tradition der CDU: Eigentumsrückgabe vor Entschädigung, Vertrauen auf die Regulierungskräfte des Marktes und Ablehnung einer Neutralität des wiedervereinigten Deutschlands. Die Ordnung der Bundesrepublik ist für die Union unantastbar - es kommt daher nur ein Beitritt der DDR nach Artikel 23 des Grundgesetzes in Frage.
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